Notwendigkeit der Produktentwicklung

Aufgrund des ansonsten bestehenden Erkrankungsrisikos für die Kühe wird gerade in Großbeständen das "sichere" Aufbringen von Euterpflegemittel nach dem Melken zur Verschließung und zur Desinfektion der Zitzen als ein unabdinglicher Bestandteil des Produktionsprozesses angesehen.

Die ungenügende Genauigkeit von bisherigen Dippverfahren ohne Handarbeit hat trotz erreichter hoher Durchsätze von bis zu über 300 gemolkenen Kühen je Stunde auch beim Einsatz von Außenmelk-Karussellen bisher eine nachhaltige Verbesserung der Arbeitsproduktivität verhindert.

Moderne Melkanlagen lassen bereits eine vollständige Überwachung des individuellen Melkprozesses der Kuh und bei Abweichungen vom erwarteten Normalfall bzw. auf Wunsch auch ein Durchfahren zur wiederholten Vorstellung von Tieren beim Melkpersonal im Ansetzbereich zu. Damit ist die ursprünglich häufig auf Ablehnung gestoßene mangelnde Übersicht über die Melkplätze weitgehend kompensiert.

Im Gegensatz dazu kommt den Kühen die Parallelaufstellung auf der Plattform sowohl als Herdentier wegen der gegenseitigen Ansicht als auch wegen des einfach zu bewältigenden Bewegungsablaufes sehr entgegen.

Nur für das Aufbringen von Euterpflegemittel an einer nicht vom Melkpersonal im Ansetzbereich erreichbaren Position kurz vor dem Austrieb war immer noch ein für diesen Vorgang eigentlich unangemessen hoher Arbeitszeit- und damit Lohnkostenaufwand erforderlich, welcher die ansonsten vorliegenden Vorteile dieses Melkkarusselltyps überlagerte.

Mit dem Einsatz von RoboDipp® ergibt sich folgende mögliche Steigerung der Arbeitsproduktivität:


manuelles Dippen durch Melker
Parallel-Melkstand 40 Plätze Innenmelker-Karussell 36 Plätze Außenmelk-Karussell 40 Plätze Außenmelk-Karussell 60 Plätze Außenmelk-Karussell 40 Plätze Außenmelk-Karussell 60 Plätze
Anzahl Melker 2 2 2 3 1 2
mgl. Durchsatz
Kühe/ h
160 180 140 280 140 280
gemolkene Kühe/ Akh 80 90 70 93 140 140